MMG – MRT - CT

Zu Beginn des Jahres 2016 machte sich unser Q11-Physikkurs auf zum Standort Vilsbiburg der Radiologie Mühleninsel. Der Arzt für Diagnostische Radiologie Prof. Dr. Andreas Lienemann begrüßte uns dort sehr freundlich und erläuterte ausführlich Aufbau und Funktionsweise der beiden Verfahren MRT (Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie).

Die MRT (auch Kernspintomographie genannt) arbeitet mit starken Magnetfeldfelder. Die dazu nötigen Magnetfelder werden durch supraleitende Spulen erzeugt, die von Strömen hoher Stromstärke durchflossen werden. Die dafür nötigen Schaltvorgänge sorgen für die typischen Geräusche beim Betrieb.
Vom Patienten werden schichtweise zahlreiche Bilder vom Körperinneren aufgenommen. Organe und das Gehirn lassen sich mit dieser Methode gut bildgebend darstellen. Die Untersuchung dauert typischerweise zwischen 20 und 30 Minuten. Um die Untersuchung angenehmer zu gestalten, besteht die Möglichkeit Musik zu hören oder einen Film anzusehen. Im Gegensatz zu Röntgenaufnahmen und zur Computertomographie wird der Körper hierbei keiner schädlichen Strahlung, sondern nur Magnetfeldern ausgesetzt.
Diese sind jedoch dafür verantwortlich, dass Eisenteile im Körper (z.B. Metallsplitter, Tattoos mit Metallfarbe) eine MRT schwierig oder gar unmöglich machen.
Interessant war die MRT-Aufnahme der Pausenbox einer Mitarbeiterin. Man konnte gut ein Brot und eine Mandarine erkennen. Bei der Mandarine waren die einzelnen Segmente auf dem Bild klar voneinander zu unterscheiden und man konnte auch einige Kerne ausmachen.
Herr Lienemann demonstrierte auch noch sehr eindrucksvoll die hohe Flussdichte des Magnetfeldes: Eine an einer Schnur befestigte Schere richtete sich in der Nähe der MRT-Röhre fast waagrecht aus. Wirklich sehr beeindruckend!
Die CT-Aufnahme besteht aus einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen, die in der Röntgenröhre durchgeführt werden. Die so erhaltenen Querschnittsbilder des Körpers setzt ein Computer zu einer dreidimensionalen Darstellung zusammen. Die Strahlenbelastung ist allerdings deutlich höher als beim klassischen Röntgen. Da die Untersuchung innerhalb von Minuten eine Diagnose liefert, wird sie häufig bei Notfällen oder bei sehr kranken Patienten eingesetzt. Dies haben wir gleich in Realität erfahren: Kurz nach den Ausführungen zum CT mussten wir den CT-Bereich räumen, weil ein Notfall-CT angefertigt werden musste.
So endete eine wirklich interessante Führung. Und wie meinte Prof. Dr. Andreas Lienemann doch so schön: Bei den meisten Menschen wird innerhalb ihres Lebens eine MRT bzw. eine CT durchgeführt.
Man sieht sich also ziemlich sicher einmal wieder. Vielen Dank!