MMG'ler sind gesund

Am vorletzten Schultag dieses Schuljahres konnten die Schülerinnen und Schüler des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums im Rahmen des Gesundheitstages noch einmal einige Höhepunkte erleben. Organisator Michael Ramich war es dank der Unterstützung des Fördervereins gelungen, zahlreiche Referenten zu verschiedenen Schwerpunkten in den 5.-10. Klassen zu gewinnen. Somit stand den Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr der ganze Schulvormittag für ein intensives, abwechslungsreiches und auch kritisches Auseinandersetzen mit dem jeweiligen Schwerpunk zur Verfügung.

Zwei Diätassistentinnen der LaKuMed-Kliniken Landshut-Achdorf und Vilsbiburg informierten in den fünften Klassen über das Thema „Gesunde Ernährung“ anhand eines interaktiven Vortrags über das Vorkommen der Nährstoffe sowie deren Bedeutung für den menschlichen Organismus. Hierbei wurden nicht nur verschiedene Nahrungsmittel hinsichtlich ihrer Zusammensetzung besprochen, sondern auch der Energieverbrauch diverser körperlicher Aktivitäten, um den Energiegehalt einiger Nahrungsmittel zu verdeutlichen und begreifbar zu machen. Diesem vorwiegend theoretischen Teil schloss sich ein praktischer Teil an, bei dem die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung der Diätassistentinnen gesunde Smoothies zubereiten und abschließend auch genießen konnten. In der zweiten Hälfte des Vormittags wurde unter Anleitung der Deutschlehrer mit Hilfe verschiedener Medien die Problematik der intensiven industriellen Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf Tier, Mensch und Umwelt diskutiert. Die rege Unterrichtsbeteiligung beim kritischen Auseinandersetzen mit dieser Thematik lässt auf die auch im Lehrplan für bayerische Gymnasiums geforderte erfolgreiche Wertebildung und eine künftig bewusstere und gesündere Ernährung bzw. Lebensführung hoffen.
In der sechsten Jahrgangsstufe überwog der praktische Anteil, so dass die Schülerinnen und Schüler einige Übungen vermittelt bekamen, die ihnen die Bedeutung von „Bewegung und Erholung“ im Alltag hinsichtlich psychischer sowie physischer Gesundheit verdeutlichten. Hierfür standen neben der ehemaligen Schülerin Rebecca Denzer, die mittlerweile als Gesundheitstrainerin tätig ist, und den beiden Kolleginnen Caroline Rögner und Monika Dettenkofer der Physiotherapeut Hugo Klein und die Yogalehrerin Julia aus Landshut zur Verfügung. Einem jeweils einleitenden Vortrag folgten durch die Referenten angeleitete Übungen, bei denen die Schülerinnen und Schüler nicht nur viel Spaß hatten, sondern auch großes Interesses zeigten.
Das Thema „Drogen und Sucht“ umrahmte den Schultag der siebten Jahrgangsstufe. Dass dies gerade für Jugendliche brisante Themen sind, belegen statistische Erhebungen hinsichtlich des relativ niedrigen durchschnittlichen Alters bei Drogenerstkonsum. Über die mittlerweile erschreckend hohe Vielfalt an Drogen sowie Suchtverhaltensweisen berichteten die Referentinnen des Landshuter Netzwerks. Die eigenen Erfahrungen im Umgang mit Suchtkranken, ebenso wie deren Schicksale vor, während und besonders nach dem Drogenkonsum bzw. Suchtverhalten sorgten in den Klassen für betretenes Schweigen und intensivstes Nachdenken. Des Weiteren gingen die Drogenpräventionsbeamten der Polizeiinspektion Vilsbiburg einerseits auf die verschiedenen Betäubungsmittelarten ein, besonders aber auf die entsprechenden körperlichen und rechtlichen Folgen bei deren Konsum bzw. Besitz.
Auch diese Informationen schockierten des Öfteren die Schülerinnen und Schüler, als sie erfuhren, wie negativ sich Gesetzeskonflikte und strafrechtliche Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Drogen auf die eigenen Berufswünsche und Zukunftsvorstellungen auswirken können.
Ebenso wie in den fünften Klassen referierte eine weitere Diätassistentinnen der LaKuMed-Kliniken Landshut-Achdorf und Vilsbiburg in den achten Klassen über den Schwerpunkt „Gesunde Ernährung“. Auch hier schloss sich ein praktischer Teil mit Zubereitung und Verzehr gesunder Smoothies an. In der anderen Vormittagshälfte erklärte Dr. Harald Hüther, wie man die eigene Vitalstoffversorgung verbessern und das Risiko an einer der Volkskrankheiten Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Krebs zu erkranken mit entsprechender Ernährung vermindern und die eigene Lebensqualität erhöhen kann. Das Interesse an diesem Thema war sehr groß, was man anhand der Aufmerksamkeit, mit der die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen folgten, und den zahlreichen Fragen nach Ende des Vortrags erkennen konnte.
Für die neunte Jahrgangsstufe standen insgesamt sechs Karatelehrer aus Landshut als Referenten zur Verfügung. Nach einem einleitenden Vortrag zum Thema „Bewegung und Erholung“ folgten einige Übungen unter Anleitung und genauer Aufsicht der Karatelehrer. Außerdem mussten sich die Schülerinnen und Schüler anhand verschiedener Materialien mit den deutlich unterschätzten negativen Folgen der digitalen Medien, des Bewegungsmangel und eines fehlenden Zeit- und Stressmanagements hinsichtlich Anspannungs- und Entspan-nungsphasen auseinandersetzen.
Die Vorträge in der zehnten Jahrgangsstufe zum Thema „Drogen und Sucht“ regten nicht nur zum Mitfühlen und Nachdenken an, sondern ließen auch den einen oder anderen Schauer über den Rücken der Zuhörenden laufen. Die beiden Referenten der Life Teen Challenge erzählten zum einen über ihre eigenen Drogenerfahrungen, zum anderen auch über ihre Zusammenarbeit mit Drogenabhängigen, die aus der Sucht herauskommen und wieder ein normales Leben führen wollen sowie ehemaligen Drogenabhängigen, die es endlich ge-schafft haben. Im zweiten Teil dieses Vormittags gingen die Referentinnen der Barmer auf die nicht gerade minder brisante Thematik der Online-Sucht ein. Dass der Umgang mit Com-puter und Smartphone mittlerweile zum festen Bestandteil fast eines jeden Arbeitsplatzes geworden ist, ist unbestritten. Sie betonten aber, dass gerade bei Kindern und Jugendlichen der Gebrauch dieser Medien, abgesehen von Fernseher und Spielekonsolen, völlig außer Kontrolle geraten ist und folglich viele Kinder und Jugendliche bereits in jungen Jahren in eine Abhängigkeit von diesen Medien geraten – meist ohne dies selbst zu merken.
Es bleibt zu hoffen, dass die Schülerinnen und Schüler der verschiedenen Jahrgangsstufen nachhaltig angeregt wurden, sich künftig mit ihrer Ernährung, Freizeit und vor allem Gesundheit intensiver, kritischer und verantwortungsvoller auseinanderzusetzen.

Hier ein paar Eindrücke: