Fast vom Winde verweht….

Im Rückblick gesehen stellten alle fest: Das diesjährige Skilager der Klassen 7A und 7C im Januar verging wie im Fluge.

Kaum angereist standen 21 Siebtklässler schon auf der Piste, um sich nach einer Runde zum Einfahren in zwei Leistungsgruppen einzuteilen. Dass es dazu dann noch nicht gekommen war, wurde von allen Sportlern sportlich genommen, überwog doch die Erleichterung, nach ausgiebiger Suche zwei verloren gegangene Schäfchen im Jugendclub wieder in der Herde zu haben.

Über die ausgefahrenen Pisten mit ausgedehnten Eisplatten und zusammengeschobenen Schneebuckeln legte sich in der Nacht von Montag auf Dienstag ein halber Meter Neuschnee, durch den am nächsten Morgen und bei Sonnenschein nicht nur die MMG-Profis, sondern auch die Anfänger auf Skiern und Snowboards pflügten. Stürze hier wie dort in die weiße Watte wurden zum Vergnügen für alle, die Suche nach den Skiern in den Schneemassen danach weniger.

Und dann kam Orkantief Friederike: Mit Wucht fegte sie über die Gipfel der Schmittenhöhe, sodass nach einiger Zeit fast keine Lifte mehr in Betrieb waren. Dicke weiße Flocken trübten den Blick für die 70%ige Neigung der Trass-Abfahrt, was ganz gut war, weil bei Sicht der ein oder andere doch an Verweigerung gedacht hätte. Während sich 36 MMGler mit ihren Lehrkräften der Natur und ihrem Wüten tapfer stellten, fuhren die Nichtskifahrer ein attraktives Alternativprogramm, dass zunächst mit mehr Indoor nach Kuschelzeit aussah, dann aber doch mit Biathlonimitat, Klettern oder Eislaufen anstrengendere Herausforderungen mit sich brachte. Schließlich ging´s aber auch für diese Gruppe immer wieder in die phantastische Bergwelt rund um Zell am See: Schneeschuhwanderung und Rodeln standen ebenfalls auf dem Programm.

An die eigenen Grenzen ist in dieser Woche vermutlich jeder gekommen: Der eine beim Aufstehen nach einer unterhaltsamen Nacht, der andere bim Finden seiner Gruppe auf der Piste, die eine beim Einlösen der Aufgabe im Spiel „Pflicht oder Wahrheit“, die andere beim Suchen nach der roten Socke. Gemeinsam konnten aber auch Grenzen verschoben werden, die zuvor für manchen als unverrückbar galten: So fuhren die Anfänger, die am ersten Tag erst einmal mit dem Material vertraut gemacht werden mussten, schon nach drei Tagen unter der Leitung ihrer Skilehrerin Frau Dr. Siegelin flott die Talabfahrt hinunter und überraschten wohl sich damit am meisten.

Der viele Schnee und die Steilheit der Piste verschoben aber auch die Grenzen des nun Fahrbaren für die Fortgeschrittenen wie Könner um noch einmal ein Stück nach oben – also zieht euch warm an, liebe Eltern.

Mit allen Eindrücken und Erlebnissen wird wohl auch dieses Skilager für viele von uns in positiver Erinnerung bleiben – daran kann auch Friederike nicht rütteln.

Caroline Rögner

Hier ein paar Eindrücke: