Die Kräuterwelt am Rettenbach

Treffpunkt Pavillon des Naturerfahrungsraum Rettenbach: Mehr oder weniger wetterfest gekleidete Fünftklässler haben sich hier versammelt, um von der Naturpädagogin Lisa Fleischmann Wissenswertes über die heimische Kräuterwelt zu erfahren.

Die Hälfte der Klasse erforschte das Gelände mit Hilfe des Naturerlebnisboges „Kräuter-Entdecker-Tour“ auf eigene Faust. Die zweite Gruppe war mit der Kräuterpädagogin unterwegs. „Kennt ihr diese Pflanze?“ Die Naturpädagogin hob einen scharfen Hahnenfuß hervor. „Das ist eine Butterblume“, antwortete eine Schülerin. „Stimmt!“ erwiderte Lisa Fleischmann. Die Naturpädagogin fuhr fort: „Früher haben die Menschen im Winter ein paar getrocknete Blütenteile mit der Butter vermischt, damit diese gelber aussieht. Daher der Name Butterblume! Allerdings meidet Weidevieh diese scharf schmeckende Pflanze! Sie enthält Ranunculin, aus dem bei Verletzung der Pflanze das giftige Protoanemonin entsteht. Beim Trocknen wandelt sich dieses allerdings in das ungiftige Anemonin um. Hahnenfuß-Heu ist deshalb ungiftig!“ Neben dem scharfen Hahnenfuß fanden die Schüler viele weitere interessante Wiesenkräuter.

Anschließend legten die Kinder die gesammelten Pflanzen unter fachmännischer Anleitung in den mitgebrachten Zeitungen zum Trocknen aus – die ersten Fundstücke für die Herbarien, die alle Fünftklässler am Ende des Schuljahres im Rahmen des naturkundlichen Unterrichts anlegen.