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Maximilian-von-Montgelas Gymnasium

     

Gesunde Ernährung, Bewegung und Erholung, Sucht und Drogen

Am Mittwoch vor den Ferien prägten diese Themen den jährlich sattfindenden Gesundheitstag am Maximilian-von-Montgelas-Gymnasium Vilsbiburg.

Dank der vielen externen Referenten und der vielen Lehrkräfte, die sich daran beteiligt haben, sowie der finanziellen Unterstützung des Fördervereins kam der mittlerweile 5. Gesundheitstag sehr gut an.

Die beiden Diätassistentinnen Sonja Kreuzer und Manuela Panse aus Moosburg bzw. Landshut referierten in den fünften Klassen zum Thema „Gesunde Ernährung“. In ihrem interaktiven Vortrag über das Vorkommen der Nährstoffe sowie deren Bedeutung für den menschlichen Organismus wurden nicht nur verschiedene Nahrungsmittel hinsichtlich ihrer Zusammensetzung besprochen. Auch der Energieverbrauch diverser körperlicher Aktivitäten, um den Energiegehalt einiger Nahrungsmittel zu verdeutlichen und begreifbar zu machen, wurde diskutiert.
In der zweiten Hälfte des Schulvormittags befassten sich die Schüler in Gruppenarbeit mit den 10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und durften dann, angeleitet von Lehrkräften, einen Obstsalat zubereiten. Während die Schülerinnen und Schüler den Obstsalat verzehrten, wurde ein Film über das Gewichtsproblem finnischer Schulkinder und ein wirksamer Lösungsansatz dazu gezeigt.

Zum Thema „Bewegung und Erholung“ referierten in der 6. Jahrgangsstufe die regelmäßig am Gesundheitstag teilnehmende Yoga-Lehrerin Veronika Harbarth und der Physiotherapeut Hugo Klein. Nach ihrem anschaulichen und informativen Vortrag durften die Schülerinnen und Schüler selbst einige Yoga-Übungen unter Anleitung und Aufsicht der beiden Yoga-Lehrer ausprobieren.
Den zweiten Part übernahmen vier Schülerinnen und Schüler des P-Seminars Sport, die die Bedeutung von Bewegung und Erholung mit Hilfe verschiedener Materialien erarbeiten ließen. Im abschließenden praktischen Teil durften sich die Schülerinnen und Schüler in einem Workout und ein paar Laufspielen verausgaben.

In der 7. Jahrgangsstufe lautete das Thema „Drogen und Sucht“. Im ersten Teil informierten die beiden Referentinnen Jaqueline Eichinger und Angela Ertlmaier vom Landshuter Netzwerk über diverse Drogen sowie Suchtverhaltensweisen. Im Rahmen der Prävention zeigten Sie auf, welche Alternativen es zum Drogenkonsum gibt, um Krisen oder Schicksalsschläge zu bewältigen und nannten auch Anlaufstellen, bei denen man Hilfe finden und in Anspruch nehmen kann.
Im zweiten Teil des Gesundheitstages beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe unter der Anleitung von Lehrkräften mit dem Schwerpunkt Online-Sucht. Nach einer zugleich spannenden wie erschreckenden Dokumentation zu den sogenannten digitalen Nebenwirkungen bekamen die Schülerinnen und Schüler noch einen Leitartikel einer Zeitschrift mit dem Titel „Digitaler Burnout“ zu lesen. Anhand dieser beiden Materialien wurde anschließend darüber diskutiert, wie gefährlich es ist, immer online zu leben und welche Strategien man anwenden kann, um die sogenannte „Freiheit im Kopf“ zu bewahren. Durchschnittlich greifen wir täglich 63 Mal zum Handy und verlieren somit ca. drei Stunden wertvoller Lebenszeit. Wenn man den weiteren Medienkonsum noch mit dazu rechnet, kann diese Mischung schlimmstenfalls zum sogenannten digitalen Burnout führen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in unserer Gesellschaft ist es daher überaus wichtig, den Kindern die Gefährlichkeit und die Folgen eines übermäßigen Medienkonsums frühzeitig darzulegen und an ihre Vernunft und Verantwortung zu appellieren.

Einen wirklich außergewöhnlichen Menschen und erfolgreichen Sportler konnte Organisator StR Michael Ramich für die 8. Jahrgangsstufe gewinnen. Der Radsportler und mehrfache Paralympics-Teilnehmer Erich Winkler schilderte den Schülerinnen und Schülern seine dramatische Lebensgeschichte und zeigte ihnen auf, dass man sich im Leben immer wieder neue Ziele setzen kann und muss. Neben dieser eindrucksvollen Darstellung der Bedeutung von Zielen und Werten im Leben ging Erich Winkler noch auf die Bedeutung einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ein, ohne die ein erfolgreicher Sportler keine herausragenden Leistungen erzielen könnte.
In einer weiteren Doppelstunde setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit der verborgenen Gefahr des Zuckerkonsums auseinander. Hierbei erfuhren sie, weshalb vielen Lebensmitteln Zucker zugesetzt wird und welche Folgen dies für den Körper des Menschen hat.
Um den Schülerinnen und Schülern eine gesunde und einfache Alternative zum fast immer ungesunden Supermarktsnack für Zwischendurch aufzuzeigen, durften sie in einer dritten Doppelstunde einen Obstsalat unter Anleitung von Lehrkräften zubereiten und verzehren.

Zum Thema „Bewegung und Erholung“ in der 9. Jahrgangsstufe erläuterten die beiden Physiotherapeutinnen Christine Gmeinder und Pia Erdniß den Aufbau und die Bedeutung des Fußes für den Menschen und zeigten Fehlbildungen sowie Erkrankungen auf. Im Anschluss daran konnten die Schülerinnen und Schüler in einem von den beiden Physiotherapeutinnen konzipierten Zirkeltraining ihre Ausdauer und besonders ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.
Die zweite Hälfte des Vormittags gehörte auch hier vier Schülerinnen und Schülern des P-Seminars Sport, die den Neuntklässlern die Bedeutung von Bewegung und Erholung mittels Materialarbeit in Gruppen und einem Workout verdeutlichten.

Fest zum Gesundheitstag gehören mittlerweile Dirk Hellmann und Mirko Mitrović von der Life Teen Challenge. Sie referierten in den 10. Klassen zum Thema „Drogen und Sucht“ über ihre eigenen, schockierenden Erlebnisse aus Kindes- und Jugendzeiten und die anschließenden Erfahrungen mit Drogen.
Des Weiteren klärten sie über die unterschätzte Gefährlichkeit und Wirkung von Drogen und den unglaublich schweren Weg weg davon auf. Auch in diesem Jahr waren die Schülerinnen und Schüler durchwegs schockiert und ergriffen. Besonders schätzten sie aber, welch starke Persönlichkeiten hier vor Ihnen sitzen und wie offen sie auch die tiefsten Abgründe Ihres Lebens preisgeben, nur um andere Menschen vor so einem oder gar noch schlimmeren Schicksal zu bewahren.
In den anderen drei Schulstunden befassten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe im Rahmen des Themas „Sucht und Drogen“ mit sogenannten „Legal Highs“. Hierzu wurde eine Reportage gezeigt, die die Wirkung, die leichte Verfügbarkeit, die Machtlosigkeit des Gesetzgebers sowie die verheerenden Folgen des Konsums aufzeigte. Im Anschluss daran wurde darüber anregend und hoffentlich auch nachhaltig wirkend diskutiert. Abschließend bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit verschiede Aufgaben zu diversen Sucht- und Drogenthemen und stellten sich diese in kurzen Präsentationen gegenseitig vor.