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Zwischen Vesuv und Mittelmeer - Studienfahrt an die Amalfiküste

Sonne, Meer, antike Geschichte und jede Menge sportliche Herausforderungen: Eine erlebnisreiche Studienfahrt nach Kampanien liegt hinter unseren Schülerinnen und Schülern. Am vergangenen Freitagabend um 18 Uhr startete unsere Reise in Richtung Süditalien. Ziel war Casal Velino südlich von Salerno, wo wir unser Quartier bezogen.

Organisiert und begleitet wurde die Fahrt auch in diesem Jahr von unserem langjährigen, auf Schülerfahrten spezialisierten Partner. Es erwartete uns wieder ein abwechslungsreiches Programm zwischen Meeresbiologie, Wassersport, Kultur und italienischer Lebensart.

Das Mittelmeer als Klassenzimmer

Ein besonderer Schwerpunkt der Studienfahrt lag – wie könnte es bei einer Reise ans Mittelmeer anders sein – auf dem Lebensraum Meer. Nach dem Vortrag „Das Mittelmeer und seine Bewohner“ ging es bei Pioppi direkt ins Wasser. Ausgerüstet mit Maske und Schnorchel konnten die zuvor kennengelernten Tiere und Pflanzen nun in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. So wurde aus theoretischem Wissen unmittelbare biologische Erfahrung.

Ein ganz anderes Bild des Mittelmeeres bot sich beim Nachtschnorcheln. Im Dunkeln machten sich die Gruppen auf die Suche nach fluoreszierenden marinen Organismen. Unter geeignetem Licht wurden Strukturen und Lebewesen sichtbar, die dem Auge bei Tageslicht verborgen bleiben – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass das Meer auch nach Sonnenuntergang keineswegs zur Ruhe kommt.

Mit Wind, Segel und Paddel unterwegs

Auch sportlich war einiges geboten. Beim Schnupper-Surfen oder Katamaran-Segeln waren Gleichgewicht, Koordination und ein gutes Gespür für Wind und Wasser gefragt. Eine Kajaktour bot schließlich noch einmal eine andere Perspektive auf die Küste Kampaniens.

Bei Temperaturen von durchschnittlich 30 °C und mehr war die Nähe zum Wasser dabei durchaus willkommen. Süditalien zeigte sich in dieser Woche von seiner ausgesprochen sommerlichen Seite.

Neapel – eine Stadt im Schatten des Vesuvs

Natürlich durfte auch ein Besuch in Neapel nicht fehlen. Die Hauptstadt Kampaniens gehört zu den ältesten kontinuierlich besiedelten Städten Europas und blickt auf eine Geschichte zurück, die bis in die griechische Antike reicht. Heute ist Neapel eine lebendige Metropole voller Gegensätze: enge Gassen und monumentale Kirchen, jahrhundertealte Geschichte und süditalienischer Großstadtalltag liegen hier oft nur wenige Schritte voneinander entfernt.

Bei unserem Rundgang lernten wir unter anderem den Dom von Neapel und weitere bedeutende Orte der Stadt kennen. Über allem prägt der Vesuv die Region. Der bis heute aktive Vulkan wurde vor allem durch seinen verheerenden Ausbruch im Jahr 79 n. Chr. bekannt, bei dem mehrere römische Städte verschüttet wurden.

Eine davon war Herculaneum, das wir ebenfalls besuchten. Anders als viele andere antike Stätten wurden hier durch die vulkanischen Ablagerungen sogar mehrstöckige Gebäude, Holzelemente und zahlreiche Details des römischen Alltags außergewöhnlich gut erhalten. Beim Gang durch die antiken Straßen entstand so ein unmittelbarer Eindruck davon, wie die Menschen vor fast 2000 Jahren am Golf von Neapel lebten – und wie plötzlich der Ausbruch des Vesuvs ihr Leben veränderte.

Zu Fuß an der Amalfiküste

Ein weiterer Höhepunkt führte uns an die weltberühmte Amalfiküste. Von Ravello aus wanderten wir hinunter nach Amalfi. Immer wieder eröffneten sich beeindruckende Ausblicke auf die steilen Berghänge, die kleinen Ortschaften und das tiefblaue Tyrrhenische Meer.

Im Valle delle Ferriere, dem „Tal der Mühlen“, führte uns der Weg durch eine für die Region außergewöhnlich üppige Vegetation, die vom feucht-kühlen Mikroklima des Tals begünstigt wird. Eine Badepause an einem Wasserfall bot schließlich die perfekte Erfrischung, bevor wir unsere Wanderung nach Amalfi fortsetzten.

Nach der Wanderung blieb noch etwas Zeit, Amalfi zu erkunden, bevor es auf dem Wasserweg weiterging. Mit der Fähre fuhren wir entlang der Küste zurück nach Salerno – und konnten die spektakuläre Landschaft noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive erleben.

Bella Italia!

Neben Vorträgen, Exkursionen, Sport und Kultur blieb natürlich auch genügend Gelegenheit, „Bella Italia“ kennenzulernen: italienisches Essen, mediterrane Landschaften, kleine Küstenorte und die ganz eigene Atmosphäre Süditaliens gehörten ebenso zu unserer Studienfahrt wie Schnorchel, Kajak und Wanderschuhe.

Seit heute Nachmittag um 15 Uhr sind wir nun wieder auf dem Rückweg. Hinter uns liegt eine intensive und abwechslungsreiche Woche voller neuer Eindrücke, gemeinsamer Erlebnisse und sicherlich vieler Geschichten, die noch lange erzählt werden.

Arrivederci, Campania – bis zum nächsten Mal!

Alexander Krenn, Juli 2026