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Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau

„Jeder Schüler und jede Schülerin einer deutschen Schule sollte einmal während seines oder ihres Bildungswegs eine KZ-Gedenkstätte besucht haben“, dies ist die erste Antwort der Klasse 9B, wenn man sie nach ihren Erfahrungen bei dem Gedenkstättenbesuch in Dachau fragt.

Nach der Anreise trafen sich die Schülerinnen und Schüler mit einer Lehrkraft des Effner-Gymnasiums, die Führungen über das Gelände anbieten. Als erste Station machte die Klasse in einer Rekonstruktion einer Baracke Halt und erfuhr nicht nur Hintergrundinformationen zum ehemaligen Lager Dachau, sondern auch anschaulich vom Leben der Häftlinge, die dort festgehalten wurden. Die Klasse empfand die später erbauten Kirchen im hinteren Bereich der Anlage, die die nächste Anlaufstelle darstellten, als starken Kontrast zum Rest der Gedenkstätte und erfuhren dann, dass dies beabsichtigt ist. Durch den Eintrag in ein Gästebuch und das jeweilige Anzünden einer Kerze in der evangelischen Kirche wurde ihnen vermittelt, dass die Kirchen zum Gedenken an die Opfer erbaut wurden und heute als Ort der Ruhe dienen sollen. Der emotional schwierigste Teil der Besichtigung folgte bei der Durchquerung der Baracke X, in welcher die Gaskammern und die Krematorien untergebracht waren. Abschließend konnte die umfangreiche Ausstellung eigenständig besichtigt werden und dabei konnten sich die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Lebensrealität der Opfer verschaffen. Alle sind sich einig, dass dies eine äußerst wertvolle Erfahrung ist, die, wie eingangs erwähnt, jeder machen sollte. 

Es ist unsere Aufgabe, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und die Verbrechen des NS-Regimes nicht zu vergessen. Das „Nie wieder“ muss jetzt von uns allen sichergestellt werden, und dazu kann ein KZ-Gedenkstättenbesuch auf jeden Fall beitragen, dies ist das Fazit der Schülerinnen und Schüler.

ABLE, Juli 2025